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Pflegeanleitung von Hans Hoyer www.hans-hoyer.de
Wie
Sie ihr Instrument richtig pflegen:
Ein
Musikinstrument bedarf wie jeder Gebrauchsgegenstand der Pflege.
Der
Zeitbedarf dafür ist äußerst gering, wenn man bedenkt, daß
Ihnen Ihr Instrument bei normaler Pflege für sehr lange Zeit
treue Dienste leistet und viel Freude am Musizieren bereitet.
Um Ihnen die Instrumentenpflege zu erleichtern, wird jedes neue Instrument von Haus aus mit einem Zubehörbeutel
ausgeliefert, der ein weiches Tuch, eine Dose Zugfett sowie ein
genau auf das Instrument abgestimmtes Ventilöl - entweder für
Perinet- oder Zylinderventile - enthält.
Perinet-Ventile sind des öfteren herauszunehmen, mit einem
fusselfreien Lappen abzureiben und dann mit einem geeigneten
Perinet-Ventilöl zu versehen.
Hinweis:
Bitte nehmen Sie sich die Zeit und nehmen ein Perinetventil zum
Ölen auch heraus, denn bei einem schnellen Öl"einwurf"
durch den unteren Schraubdeckel kann sich kein Schmierfilm auf
der gesamten Ventiloberfläche ausbilden.
Zylinder-Ventile
brauchen seltener geölt werden als Perinet-Ventile, danken aber
die regelmäßige Pflege durch störungsfreien Lauf. Hier werden
die Ventile im Instrument belassen, denn es müssen nur die
Laufzapfen oben (unterhalb des Flügels) und unten (hierzu müssen
Sie den unteren Schraubendeckel mit der Hand lösen) mit
Zylinderventilöl behandelt werden. Bei der Gelegenheit können
Sie auch alle beweglichen Teile des Druckwerks und die Stahlkugelgelenke
mit Öl versehen.
Hinweis:
Bitte schütten Sie kein Öl (auch kein dünneres Ventilöl für
Perinetventile!) durch die Züge in das Ventil, denn so wird nur
das dicke Zugfett aus den Innenzügen ausgewaschen und verklebt
dann das Ventil.
Auf
die Ventil- und Stimmzüge sollte ab und zu Zugfett
aufgetragen werden, um eine gute Gangbarkeit zu gewährleisten.
Vorher sollte das alte Fett entfernt werden. Laufen Ihnen die Züge
nach dem Auftragen des Fetts zu schwer, so kann man z.B. für die
Ventilzüge einen Tropfen Ventilöl aufbringen, damit Trigger
leichter laufen oder die Züge während des Spielens leichter
gezogen werden können.
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Reinigung
Von vornherein ein ausgezeichneter Schutz für das Aussehen ist
die serienmäßige Lackierung des Instruments mit
Diamantklarlack - ohne Oberflächenbehandlung wie Lackierung oder Versilberung
würde das Messing "anlaufen". Bei unserer
Einbrennmethode (Lack) wird der Ton nicht verändert.
Um den guten Auslieferungszustand des Lackes (oder der optionalen
galvanischen Behandlung wie Versilberung) möglichst lange zu
erhalten, wird jedes unserer Instrumente ab
Werk in einen flauschigen, oberflächenschonenden
Instrumentenbeutel verpackt, der mithilft, auch im späteren
Gebrauch Ihr Instrument vor kleineren Kratzern zu bewahren.
Sie können mit dazu beitragen, die Instrumentenoberfläche möglichst
lange im Auslieferungszustand zu erhalten. Dazu sollten Sie
folgende Punkte beachten:
Trotz der hohen Widerstandsfähigkeit unserer Oberflächenbehandlungen
können neben Uhren, Ringen etc. auch diverse Gegenstände an der
Bekleidung wie z.B. Knöpfe, Gürtelschnallen usw. Kratzer
verursachen. Der schädigenden Wirkung eventueller
Handtranspiration läßt sich durch die Pflege mit einen weichen
Lappen und ggf. einem speziellen Lackpflegemittel (nur bei
lackierten Oberflächen) oder einem speziellen Putzmittel (nur für
versilberte oder vergoldete Oberflächen ) entgegenwirken, am
besten nach jedem Spielen.
Das gesamte Instrument sollte regelmäßig einer Innenreinigung
unterzogen werden. Hierzu sind besondere Reinigungsbürsten
oder -düsen im Fachhandel erhältlich. Nach ihrer Verwendung
sollte man das Instrument mit lauwarmem, reinem Wasser gründlich
durchspülen. Abschließend erfolgt das Ölen der Ventile sowie
das Fetten der Züge wie oben beschrieben.
Ansonsten sollte dem Instrument nach dem Spielen Zeit zum Trocknen
gegeben werden; ein sofortiges Verpacken des noch von innen
feuchten Instruments in den Koffer oder Überzug wird dieses nicht
danken; langfristig wird damit die Korrosion gefördert.
Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Mundstückbürstchens
zur Reinigung, da schon die kleinsten Schmutzreste in der Seele
des Mundstücks eine verschlechterte Ansprache sowie
Stimmungsprobleme verursachen können. Hinweis: Lassen Sie das
Mundstück nach dem Spielen nicht im Instrument stecken.
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Allgemeine
Wartung:
Spricht ein Zylinderinstrument einmal nicht richtig an, so überprüfen
Sie zunächst einmal, ob die Ventilstellung stimmt. Diese
Stellung ist im Sprengdeckel (sichtbar nach Abschrauben des
unteren Schraubendeckels) gekennzeichnet. Bei Nichtübereinstimmung
sollten Sie zunächst die Anschlagkorke auswechseln (lassen).
Ebenso
wichtig ist der Wasserklappenkork. Die Abdichtung muß gewährleistet
sein, ansonsten sind verschlechterte Ansprache und Klang die
Folge. Der gute Fachhandel hat derartige Ersatzteile und auch
Wasserklappenfedern in der Regel vorrätig.
Sollten sich wider Erwarten doch einmal Probleme ergeben, so
wenden Sie sich am besten vertrauensvoll zunächst an Ihren Fachhändler,
der das Problem fachgerecht und meistens schnell beheben kann. |
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